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11 Argumente für einen Radweg im 3. Abschnitt der Hauptstraße

Der 2. Bauabschnitt der Hauptstraße ist unseres Erachtens insgesamt sehr gut gelungen. Auch die Aufteilung der Verkehrsflächen auf die Verkehrsteilnehmer Fußgänger- / Radfahrer- / AutofahrerInnen ist in einer modernen Art gelöst (deutlich mehr Platz für FußgängerInnen, Weiterführen der Radwege).

Jetzt steht der 3. Bauabschnitt an.

Aber nach wie vor ist offen, ob auch im 3. Abschnitt – also zwischen Deutschplatz und Badstraße – ein Radweg kommen soll. Zumindest der gegen die Einbahn wäre aus unserer Sicht wichtig. Ein Großteil der Geschäftsbesitzer fürchtet hingegen um Parkplätze.

Aus unserer Sicht könnte man – bei Optimierung der Planung – den Wegfall von Parkplätzen beim Bau eines Radwegs auf 5 bis 6 reduzieren.

Der Einwand, dass das Land gegen einen Radweg sei, hat sich – wie erwartet – als falsch herausgestellt. Die Landesstraßenverwaltung nimmt anscheinend auf die lokale ÖVP-Politik Rücksicht und sieht einige „wenns“ und „abers“; rechtliche Vorbehalte gibt es jedoch keine. Ein technisches Problem ist – das stimmt schon – die Ampelsteuerung an der Kreuzung Badstraße/Hauptstraße: die wird aktuell technisch untersucht.

Und natürlich: die Radroute über die Klostergasse gibt es – jetzt schon und auch weiterhin.

Die aus unserer Sicht wichtigsten Argumente für einen Radweg im 3. Bauabschnitt sind:

1. Die Weiterführung des Radwegs in Richtung Bahnhof:

Damit wäre dann die gesamte Hauptstraße zumindest auf der südlichen Seite durchgängig für RadfahrerInnen erschlossen.

2. Einheitlichkeit der Planung:

Ein durchgehender Radweg wäre ein verbindendes Element der neuen Hauptstraße. Auch das deutlich sichtbare Nebeneinander von Straße, Radweg und Gehsteig wäre gewährleistet. Ohne Radweg fehlt ein Element im 3. Abschnitt und wird ein Teil der Verkehrsteilnehmer deutlich sichtbar zurück gesetzt.

3. Entscheidung der Jury im Wettbewerb:

Bei der Bewertung der Planungen für die neue Hauptstraße im Frühjahr 2008 wurde das Projekt des Büros Schmidt-Ginskey auch für die Berücksichtigung eines durchgehenden Radwegs gut bewertet und hat schließlich den Zuschlag von der Jury, in der auch die Landesstraßenverwaltung eine Stimme hatte, bekommen.

4. Ein Radweg muss beim Neubau einer Straße heute einfach sein:

In Zeiten, wo – auch die NÖ Landesregierung – aus vielen Gründen vehement den Radverkehr propagiert, muss beim Neubau einer wichtigen Straßenverbindung Platz für RadfahrerInnen berücksichtigt werden. (In Städten mit einer professionellen und modernen Verkehrsplanung würde der Bau eines Radwegs in einer Situation wie der in Mödling nicht diskutiert werden: weder in Wien, noch in Graz oder in Salzburg).

5. Die lokale Wirtschaft:

Wer das lokale Einkaufen ernst nimmt, muss die Erreichbarkeit für Fußgänger- und RadfahrerInnen besonderes im Auge haben.
Gerade in diesem Abschnitt liegen viele Geschäfte, die meist – auch - kleinvoluminöse Waren führen: ideal für das Einkaufen mit dem Radl. Wir halten es nicht für richtig, die RadfahrerInnen von der Hauptstraße fern zu halten und in die Klostergasse zu „verbannen“.

6. Möglichst geringe Umwege für die RadfahrerInnen:

Wer mit dem Rad im oberen Abschnitt der Hauptstraße einkauft (zB beim SPAR), müsste – um in Richtung Bahnhof weiter fahren zu  können – die Hauptstraße schiebend kreuzen, durch die Kipferlgasse zur Klostergasse fahren, dann beim Museum die Hauptstraße wieder queren. Wenn es einen Radweg gegen die Einbahn gäbe, wäre der Weg wesentlich kürzer.

7. Vermeiden von Konflikten zwischen Fußgänger- und RadfahrerInnen:

Auch wegen der ohne Radweg umständlichen Routen werden viele RadfahrerInnen – logischerweise – gegen die Einbahn am Gehsteig fahren. Während der Platz für die Autos klar abgegrenzt und reserviert ist, müssen sich die schwächeren Verkehrsteilnehmer um den Platz neben der Straße raufen: das ist Verkehrspolitik der 70er-Jahre.

8. RadfahrerInnen wollen ihr Rad nicht schieben:

Während aller Orts von Klimapolitik geredet wird, müssen Voraussetzungen geschaffen werden, dass RadfahrerInnen möglichst alle wichtigen Punkte der Stadt erreichen können, ohne ihr Rad schieben zu müssen. Das Radfahren muss bevorzugt werden!

9. Genug Parkplatz für Fahrräder:

Gerade mit dem Radl gibt’s keine Parkplatzprobleme. In einer Gegend, die auf Grund der räumlichen Verhältnisse tatsächlich nicht mit Parkplätzen gesegnet ist, können die RadfahrerInnen ohne Problem zu jedem Geschäft zufahren – ein großer Vorteil für die RadlerInnen.

10. Planung für die nächsten Jahrzehnte

Der Umbau der Hauptstraße stellt Weichen für viele Jahre: optisch, aber auch für die Verkehrsflüsse. Wer weiß, wie die Mobilität in 30 Jahren abläuft oder wie viele Geschäfte im Jahr 2051 noch an der selben Stelle sind, wie heute. Durch ein Streichen des Radwegs heute verbaut sich die Stadt Möglichkeiten für die Zukunft.

11. Das Koalitionsübereinkommen zwischen ÖVP und GRÜNEN vom Frühjahr 2010:

Wir haben den Radweg bis zur Badstraße im Koalitionsabkommen festgelegt und die ÖVP hat unterschrieben.

 

 

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